

Berlin, 8. März 2010
Alleinerziehende sind zu über 90 Prozent Frauen. Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) fordert zum Weltfrauentag eine bessere Beteiligung Alleinerziehender an Politik und Wirtschaft.
"Alleinerziehende verdienen mehr als nur ein kleines Stück vom Kuchen. Sie übernehmen täglich Verantwortung für ihre Kinder und sind zu überwiegenden Anteilen erwerbstätig. Sie leisten einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, kommen aber kaum in Führungspositionen. Die Verantwortung für Kinder verdoppelt die Benachteiligung eines familien- und geschlechterungerechten Arbeitsmarktes" so Edith Schwab, Bundesvorsitzende und Fachanwältin für Familienrecht.
Alleinerziehende leben zu überproportionalen Anteilen in Armut. Das ist das Ergebnis nach wie vor unzureichender Kinderbetreuung und nicht konsequenter Gleichstellungspolitik. Das Steuer- und Sozialversicherungsrecht begünstigt nach wie vor die geringe Erwerbsbeteiligung von Frauen und benachteiligt alleinerziehende Mütter. Der VAMV weist seit vielen Jahren darauf hin, dass dies eine gleichstellungspolitische Sackgasse darstellt.
"Solange es nicht selbstverständlich ist, dass Frauen Führungspositionen übernehmen und beispielsweise Alleinerziehende auch im Parlament vertreten sind, sind auch Quotierungen und rechtliche Regelungen denkbar" so die Bundesvorsitzende.
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