Positionen

Klare Argumente dafür oder dagegen

Kindergrundsicherung, Kindergeld und Kinderfreibeträge

Die steuerlichen Kinderfreibeträge wirken sich je nach Einkommen der Eltern unterschiedlich aus. Somit werden Kinder nicht alle gleich, sondern gemessen am Einkommen ihrer Eltern behandelt. Wer viel verdient, bekommt eine hohe Entlastung für sein Kind, wer wenig oder gar nichts verdient, dem bleibt nur das Kindergeld. Dieses reicht bei weitem nicht aus, die tatsächlichen Kosten für Kinder zu decken. Das ist einer der Gründe dafür, warum die Kinderarmutsquote in Deutschland so hoch ist: Die Familien, insbesondere Alleinerziehende, können ihre Kinder nicht unterhalten - sie haben zu wenig Einkommen, sie erhalten zu wenig oder keinen Kindesunterhalt und die Ausgaben steigen ständig (z.B. Energiekosten). Die Folge ist: Über 1,5 Millionen Kinder leben von SGB II-Leistungen auf niedrigstem Niveau.

Deshalb fordert der VAMV für alle Kinder die Kindergrundsicherung in Höhe von 619 Euro (2018) im Monat, in der die kindbezogenen Transfers wie Sozialgeld, Kindergeld, Unterhaltsvorschussleistungen, Kinderzuschlag, Bafög usw. zusammengefasst werden. Die Kindergrundsicherung schafft soziale Gerechtigkeit und stellt eine direkte Förderung von Kindern dar, unabhängig von Familienform und Einkommen der Eltern.

Hier finden Sie die Stellungnahme des VAMV, Bundesverband e. V. zur öffentlichen Anhörung am 20. Mai 2015 im Finanzausschuss des Bundestages zum Entwurf eines Gesetzes zur Anhebung des Grundfreibetrages, des Kinderfreibetrages, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags sowie die Pressemitteilung des VAMV zum Thema "Alleinerziehende verlangen Kindergrundsicherung" von November 2014. Für weitere Informationen finden Sie hier die Stellungnahme des VAMV zur Gesamtevaluation ehe- und familienbezogene Leistungen von 2014.