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Armut von Alleinerziehenden nimmt zu - fast 1 Million Kinder alleinerziehender Eltern leben in Armut


Berlin, 17. Oktober 2016. Alleinerziehende und ihre Kinder tragen in Deutschland das höchste Armutsrisiko. Fast 1 Million Kinder in Ein-Elternfamilien leben in Armut -  mit allen negativen Auswirkungen auch auf ihre Zukunft. Alleinerziehende, davon sind 90 Prozent Frauen,  werden buchstäblich alleingelassen. Ihre Situation hat sich in den vergangenen zehn Jahren verschlechtert statt verbessert. Jeder Cent muss dreimal umgedreht werden, für Freizeitaktivitäten, Kultur, Urlaub oder notwendige Anschaffungen reicht häufig das Geld nicht. Besonders problematisch ist, dass die Hälfte der Kinder von Alleinerziehenden aus verschiedene Gründen keinen Unterhalt des anderen Elternteils erhält. Der Beschluss, die Ersatzleistung Unterhaltsvorschuss bis zum 18. Lebensjahr zu verlängern, muss zügig umgesetzt werden. Viel zu viele Alleinerziehende und deren Kinder sind auf Hartz IV angewiesen.

Es besteht dringender Handlungsbedarf!

Mit einem gemeinsamen Appell anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober wenden sich der VAMV, die BAG der Kommunalen Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten Deutschlands, der Deutsche Frauenrat, die Diakonie Deutschland - Evangelischer Bundesverband, der Sozialdienst katholischer Frauen sowie regionale Netzwerke und Organisationen an die Politik. Es fordert die Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die Frauenpolitischen Sprecher/innen der Bundestagsfraktionen, die Minister/innen Wolfgang Schäuble, Manuela Schwesig, Heiko Maas und Andrea Nahles sowie die Bundeskanzlerin Angela Merkel auf:
Politik muss endlich handeln!