DER VAMV

allein erziehend - nicht ohne!

Der VAMV – stark für Alleinerziehende

Der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV) vertritt seit 1967 die Interessen der heute 2,7 Millionen Alleinerziehenden. Der VAMV fordert die Anerkennung von Einelternfamilien als gleichberechtigte Lebensform und entsprechende gesellschaftliche Rahmenbedingungen. Er tritt für eine verantwortungsvolle gemeinsame Elternschaft auch nach Trennung und Scheidung ein.


Reform Unterhaltsvorschuss 2017

Der Ausbau des Unterhaltsvorschusses wird rückwirkend zum 1. Juli 2017 in Kraft treten, wenn das "Gesetz zur Neuregelung des bundesstaatlichen Finanzausgleichssystems ab dem Jahr 2020 und zur Änderung haushaltsrechtlicher Vorschriften" im Gesetzblatt verkündet wird. Nachdem der Bundespräsident am 14.8.2017 das Gesetz unterschrieben hat, wird das in den kommenden Tagen der Fall sein.

Nach der Verkündung des Gesetzes im Bundesgesetzblatt können die Jugendämter den Unterhaltsvorschuss bewilligen und auszahlen.

Trotzdem sollten Sie – sofern Sie noch keinen Antrag auf Unterhaltsvorschuss gestellt haben – dies noch vor Ende August tun, wenn ein Anspruch nach dem neuen Gesetz für Ihr Kind in Frage kommt und Sie bereits Bemühungen unternommen haben, den unterhaltspflichtigen Elternteil zu Zahlungen zu veranlassen (beispielsweise durch Einrichtung einer Beistandschaft beim Jugendamt). In diesem Fall kann der Unterhaltsvorschuss später noch rückwirkend für Juli ausgezahlt werden.

Es gibt auch Einelternfamilien, bei denen der Bezug von Unterhaltsvorschuss zu Kürzungen bei Kinderzuschlag und Wohngeld und damit unterm Strich zu Einbußen führen wird. Sie haben laut Ministerium trotzdem kein Wahlrecht und müssen den Unterhaltsvorschuss als vorrangige Leistung beantragen, selbst wenn dann möglicherweise auch die Berechtigung zur Inanspruchnahme von Leistungen des Bildungs- und Teilhabepaketes entfällt.

Bis der Ausbau des Unterhaltsvorschusses bei den Berechtigten ankommt, darf es laut Ministerium aber keine Kürzung von Sozialleistungen geben. Das bedeutet, dass die Familienkassen nur bereits bewilligten Unterhaltsvorschuss beim Kinderzuschlag anrechnen dürfen. Ebenso dürfen die Wohngeldbehörden nur bereits bewilligten Unterhaltsvorschuss bei der Berechnung des Wohngelds berücksichtigen.

Die Kürzung bei anderen Leistungen ist aus Sicht des VAMV eine extrem unerwünschte negative Begleiterscheinung der Reform. Das Ministerium hat angekündigt, dass in der nächsten Legislaturperiode hierzu eine Lösung gefunden werden soll.

Was ändert sich für Sie als Alleinerziehende/r durch die Reform?
Ein Informationspapier zur Reform finden Sie hier.


Stellungnahmen

Unterhaltsvorschuss: Riesenschritt in richtige Richtung

Berlin, 6. März 2017. In seiner Stellungnahme zur heutigen Anhörung zum Unterhaltsvorschuss im Haushaltsausschuss des Bundestages begrüßt der Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. (VAMV)...mehr

Pressemitteilungen

Familienorganisationen zum Armuts- und Reichtumsbericht: Bekämpfung von Kinderarmut ist Aufgabe ersten Ranges!

Berlin, 28. Juni  2017. Die in der AGF zusammengeschlossenen Familienverbände appellieren anlässlich der heutigen Bundestagsdebatte über den 5. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung...mehr

Gemeinsam Sorgeverantwortung übernehmen!

Immer mehr Eltern haben auch als getrennt lebende Eltern das gemeinsame Sorgerecht für ihre Kinder. Gemeinsames Sorgerecht bedeutet, dass Sie als Eltern viele Entscheidungen, insbesondere solche von erheblicher Bedeutung für das Kind gemeinsam treffen müssen, auch wenn Sie getrennt leben.

"Jedes Kind ist gleich viel wert"

"Keine Ausreden mehr! Armut von Kindern und Jugendlichen endlich bekämpfen! #stopkinderarmut" - Mit dieser gemeinsamen Online-Kampagne machen Wohlfahrts- und Sozialverbände gemeinsam mit Familien- und Kinderrechtsorganisationen ab morgen auf das drängende Problem der Kinderarmut in Deutschland aufmerksam.